Meins – Deins – Alle

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Ergebnisse interpretieren

Die Ergebnisanzeige liefert wichtige Daten für die Diskussion:

Ökosystemgesundheit

Zeigt, wie nachhaltig die Gruppe insgesamt gehandelt hat

SS: Ernte und Regeneration sind im Gleichgewicht
AA: Vorbildlich nachhaltig – Ressourcen geschont
BB: Gut, mit Verbesserungspotenzial
CC: Grenzwertig – Planet unter Druck
DD: Problematisch – viele Felder erschöpft
FF: Katastrophal – Planet vollständig erschöpft

Ungleichheitsindex (Gini-Koeffizient)

Zeigt, wie gleichmäßig die Ressourcen verteilt wurden

Niedrig (0–0,3): Relativ gleiche Verteilung
Mittel (0,3–0,5): Spürbare Ungleichheit
Hoch (über 0,5): Starke Ungleichheit – wenige haben viel

Vergleichswerte: Deutschland ca. 0,31, Welt ca. 0,65

Vergleich der Durchgänge

Wenn beide Durchgänge gespielt wurden:

Hat sich die Ökosystemgesundheit verbessert? Die Ungleichheit? Die Strategien?

Diskussionsleitfaden

Strukturierte Diskussion in vier Phasen:

1. Beobachten (5 Min.)

Was ist passiert?

  • •"Was ist im Spiel passiert?"
  • •"Wie haben sich die Ressourcen über die Runden entwickelt?"
  • •"Wer hat wie viel gesammelt? Wer hatte am Ende am meisten oder am wenigsten?"

2. Empfinden (5 Min.)

Wie habt ihr euch gefühlt?

  • •"Wie habt ihr euch während des Spiels gefühlt?"
  • •"Gab es Frustration? Wann und warum?"
  • •"Was war überraschend oder unerwartet?"

3. Analysieren (5–10 Min.)

Warum ist das passiert?

  • •"Warum haben einige mehr gesammelt als andere?"
  • •"Was hat dazu geführt, dass Felder erschöpft wurden?"
  • •"Hätte es anders laufen können? Wie?"
  • •"Warum ist Kooperation so schwierig?"

4. Übertragen (5–10 Min.)

Was bedeutet das für die echte Welt?

  • •"Wo in der echten Welt passiert das Gleiche?"
  • •"Wer sind die „Spieler:innen“ in der Realität?"
  • •"Welche „Spielregeln“ könnten das Problem lösen?"
  • •"Was hat das Spiel mit Klimawandel zu tun?"

Reflexionsfragen

Tiefere Fragen für fortgeschrittene Gruppen oder als Hausaufgabe:

?Was ist die „Tragik der Allmende“? Kannst du sie mit eigenen Worten erklären?
?Warum ist individuelle Rationalität manchmal kollektiv irrational?
?Welche Lösungen gibt es für das Problem der Gemeinschaftsressourcen?
?Wie können Regeln, Gesetze oder internationale Abkommen helfen?
?Was bedeutet „Nachhaltigkeit“ nach dieser Erfahrung für dich?
?Wie würdest du entscheiden, wenn du wüsstest, dass niemand deine Entscheidung kennt?

Transfer zur Realität

Konkrete Beispiele, die den Bezug zur echten Welt zeigen:

Überfischung

Fischbestände werden schneller gefangen, als sie sich erholen können. Das Mittelmeer hat 90 % seiner großen Fische verloren.

Im Spiel: Alle Spieler:innen teilen die Fischgründe (blaue Felder).

Abholzung

Regenwälder verschwinden für kurzfristigen Gewinn (Palmöl, Viehweiden, Soja). Jährlich verlieren wir eine Waldfläche so groß wie Portugal.

Im Spiel: Die grünen Waldfelder können erschöpft werden.

Klimawandel

Die Atmosphäre ist eine gemeinsame Ressource. CO₂-Emissionen belasten alle, aber der Nutzen geht an wenige.

Im Spiel: Wenn alle maximal sammeln, leidet der ganze Planet.

Grundwasser

Wasserreserven werden in vielen Regionen schneller genutzt, als sie sich füllen. Kalifornien, Indien und der Nahe Osten kämpfen mit Wassermangel.

Im Spiel: Erschöpfte Felder regenerieren nicht mehr.

Bewertungsmöglichkeiten

Optionale Methoden zur Vertiefung und Bewertung:

Reflexionsbogen

Drei Fragen schriftlich beantworten lassen (5–10 Min.)

  • 1. Was war die wichtigste Erkenntnis für dich?
  • 2. Was würdest du im echten Leben jetzt anders machen?
  • 3. Welche „Spielregeln“ brauchen wir für echte Ressourcen?

Gruppenpräsentation

Teams erarbeiten Lösungsvorschläge für ein reales Beispiel

Wähle ein Beispiel (Fischerei, Wald, Klima, Wasser) und entwickle drei konkrete Maßnahmen.

Transferaufgabe

Ein reales Beispiel der „Tragik der Allmende“ recherchieren und vorstellen

Finde ein Beispiel, das im Unterricht nicht genannt wurde, und erkläre: Was ist die gemeinsame Ressource? Wer nutzt sie? Was sind die Folgen?